Gut zuhören!

Gut zuhören!

Alle Themen der Parkinson Online Akademie werden allgemeinverständlich aufbereitet und sollen insbesondere Betroffenen, deren Angehörigen und interessierten Laien ein tieferes Verständnis der Parkinson-Krankheit und deren Behandlung vermitteln.

Videos anschauen

Video

Eine kleine Geschichte der Parkinson-Forschung

15.7.2020
70 min
Prof. Volkmann beschreibt in seinem Vortrag die Meilensteine in der Erforschung der Ursachen und der Behandlung der Parkinson-Krankheit. Es ist eine spannende Reise durch die 200 Jahre seit der Erstbeschreibung der Paralysis Agitans durch James Parkinson, bei der sogar eine Kriminalgeschichte aus dem Drogenmilieu eine Rolle spielt.

Termine

Notieren Sie sich unsere Termine rechtzeitig und versäumen Sie keinen unserer Webcasts.

Aktivierende Therapien: was hilft wirklich?
01.10.2020
60 min
Prof. Dr. med. Georg Ebersbach
Chefarzt des Neurologischen Fachkrankenhauses für Bewegungsstörungen/Parkinson in Beelitz-Heilstätten und Schriftführer der Parkinson Stiftung
Durch Medikamente und tiefe Hirnstimulation können viele Symptome der Parkinson-Erkrankung wirksam behandelt werden. Trotzdem kommt es bei vielen Betroffenen langfristig zu Symptomen, die nicht auf die medizinische Therapie ansprechen. Insbesondere Störungen von Gleichgewicht, Körperhaltung Gehen, Sprechen und Schlucken lassen sich nicht immer ausreichend durch Medikamente bessern. Sport und Übungstherapien werden bei der Behandlung solcher „pharma-resistenter“ Symptome eingesetzt, spielen aber auch in frühen Krankheitsstadien eine wichtige Rolle als Ergänzung zur medizinischen Therapie. Mittlerweile liegen zahlreiche wissenschaftlich fundierte Untersuchungen zu verschiedenen Therapie- und Versorgungskonzepten vor.

Medikamentöse Behandlung in der Frühphase der Parkinson-Krankheit
20.10.2020
60 min
Prof. Dr. med. Daniela Berg
Direktorin der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel und Mitglied des Beirates der Parkinson Stiftung
Wenn die Diagnose Parkinson aufgrund einer Verlangsamung von Bewegung, einer vermehr-ten Steifigkeit und/oder Zittern gestellt wird, ist die Produktion des Überträgerstoffs Dopamin, das für die Bewegung und Beweglichkeit wich-tig ist, schon deutlich reduziert. Das liegt daran, dass unser Gehirn sehr lange einen gewissen Verlust von Dopamin kompensieren kann.
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit interaktiv Fragen zu stellen.

Wirkfluktuationen und Dyskinesien: Entstehungsmechanismen und Behandlung
19.11.2020
60 min
Prof. Dr. med. Lars Tönges
Oberarzt und Schwerpunktleiter des Bereichs Parkinson und Bewegungsstörungen am St. Josef-Hospital Bochum, Neurologische Klinik der Ruhr-Universität Bochum.
Prof. Tönges stellt in seinem Vortrag therapeutische Problemstellungen vor, die im Verlauf der Parkinson-Erkrankung auftreten können. Hierbei sind oft sowohl motorische als auch nicht-motorische Symptome beteiligt. Die verschiedenen Formen der Symptomausprägungen werden bei der idiopathischen Parkinson-Erkrankung, aber auch bei atypischen Formen wie MSA oder PSP dargestellt. Die Beschwerdesymptome können mit medikamentösen Maßnahmen stabilisiert und optimiert eingestellt werden. Wie man dazu vorgehen kann, wird ausführlich erläutert. Fragen zum Vortrag sind im Anschluss im interaktiven Austausch willkommen.

Invasive Behandlungen 1: kontinuierliche intestinale Levodopa-Infusion und Apomorphinpumpe
07.12.2020
60 min
Prof. Dr. Jens Volkmann
Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Uniklinikums
Würzburg und erster Vorsitzender der Parkinson Stiftung
Viele Menschen mit Parkinson erleben trotz regelmäßiger und pünktlicher Einnahme der Medikation nach einigen Jahren eine unzuverlässige Medikamentenwirkung. Die Beweglich schwankt dann im Tagesverlauf, die Tabletteneinnahme kann zu einzelnen Zeiten wirkungslos bleiben (Dosisversagen) oder es treten unkontrollierbare Überbewegungen auf. Daneben können auch medikamentenabhängige Schwankungen des emotionalen Zustandes, des Denkvermögens, Ängste oder Schmerzen auftreten. Die Folge für die Betroffenen ist eine zunehmend schlechtere Planbarkeit der Tagesaktivitäten und damit verbunden Einschränkungen in der beruflichen, familiären und sozialen Teilhabe.
Diese raschen Wechsel der Befindlichkeit sind Folgen der für das Gehirn ungewohnten Schwankungen der Dopaminspiegel, die auch bei noch so gewissenhafter Einnahme der Tabletten nicht vermieden werden können. Sie können sich teilweise dramatisch bessern, wenn man - wie bei Gesunden - wieder eine kontinuierliche und stabile Versorgung mit dem Botenstoff Dopamin herstellt, ohne dass man die Dosis des Medikamentes steigern muss. Für die sogenannte kontinuierliche dopaminerge Stimulation stehen heute zwei Pumpenverfahren zur Verfügung, die als sogenannte Eskalationstherapien Tabletteneinnahmen weitgehend ersetzen können. Prof. Volkmann erläutert in seinem Vortrag die Einsatzbereiche dieser Infusionstherapien, erklärt die Unterschiede in der Anwendung, den Risiken und der Wirkweise der beiden Verfahren (Apomorphinpumpe oder kontinuierliche intestinale Levodopa Infusion) und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Invasive Behandlungen 2: Tiefe Hinrstimulation
11.01.2021
60 min
Prof. Dr. Jens Volkmann
Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Uniklinikums
Würzburg und erster Vorsitzender der Parkinson Stiftung
Die tiefe Hirnstimulation ist ein neurochirurgisches Verfahren, das wie die kontinuierliche Medikamentengabe über Pumpensysteme auf eine Glättung von Wirkfluktuationen bei der Parkinson-Krankheit abzielt. Zusätzlich kann es auch bei schweren Tremorformen zum Einsatz kommen, was das Wirkspektrum gegenüber den Pumpenverfahren erweitert. Die tiefe Hirnstimulation wirkt über implantierte Elektroden und ein Schrittmachersystem direkt auf die gestörte elektrochemische Signalübertragung in Gehirnnetzwerken ein, die von der Parkinson-Krankheit betroffen sind. Prof. Volkmann erläutert in seinem Vortrag die Wirkmechanismen der tiefen Hirnstimulation, umreißt das operative Vorgehen, den Nutzen und die Risiken des Verfahrens und stellt insbesondere dar, für welche Menschen mit Parkinson und zu welchem Zeitpunkt im Krankheitsverlauf eine tiefe Hirnstimulation bevorzugt in Betracht gezogen werden sollte.

Ihr Abonnement konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Anmeldung war erfolgreich.

Melden Sie sich an!

Bleiben Sie zu aktuellen Themen und Terminen auf dem Laufenden! Abonnieren Sie unseren Newsletter

Unser Ziel

Wir wissen, der Kampf gegen die Parkinson-Krankheit ist und bleibt ein Marathon. Aber dank der Erfolge in der interdisziplinären Forschung werden wir die Strecke erfolgreich zurücklegen - mit Ihrer Unterstützung!